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Zwischen Horror-Los und Nachbarschaftsduell

Die Freude über die geschaffte Qualifikation war groß bei den Wölfinnen, nun könnte in der ersten Hauptrunde sogar Titelverteidiger Lyon auf die St. Pöltnerinnen warten. Neben den Französinnen sind auch Barcelona, Hjörring und der FC Zürich mögliche Gegner im Dezember. Die Auslosung am Dienstag wird Gewissheit bringen, auf welches Team sich Liese Brancao und Co. im Sechzehntelfinale einstellen müssen.

In der Spielzeit 2020/21 ist nichts so, wie man es aus den vergangenen Jahren kennt. Schon in der Qualifikation wurde das Prozedere der Auslosung umgeworfen – gebildet wurden Gruppen mit möglichen Gegnern, um Reisen quer durch Europa coronabedingt zu verhindern. Die Quali wurde in zwei Runden zu je einem Entscheidungsspiel innerhalb von nur zwei Wochen durchgezogen. Ein wenig Normalität für alle Fußballfans kehrt nun in der ersten Hauptrunde ein – es wird wieder mit Hin- und Rückspiel gespielt. Auch für das Sechzehntelfinale wurden wieder Gruppen mit möglichen Gegnern gebildet, für die Frauen des spusu SKN St. Pölten könnte es jedoch knüppeldick kommen, oder es wird ein Duell auf Augenhöhe! Neben Fortuna Hjörring und FC Zürich sind auch Kracher wie Barcelona oder Titelverteidiger Lyon möglich!

 

Die möglichen Gegnerinnen im Kurzportrait:

Olympique Lyonnais Féminin (Frankreich/UWCL-Titelverteidiger)
Lyon ist mit sieben Titel in der UEFA Women´s Champions League Rekordchampion der Frauen-Königsklasse! Seit 2007 gewannen das Team aus dem Südosten Frankreichs jedes Jahr die heimische Liga, dazu kommen neun Pokaltriumphe seit 2008. Das Team gleicht einer Weltauswahl, neben der Norwegerin Ada Hegerberg oder der Deutschen Dzsenifer Marozsán kickt auch Wendie Renard im Team von Coach Jean-Luc Vasseur. Die 30-jährige wurde vor wenigen Wochen hinter Pernille Harder Zweite bei der Weltfußballerinnen-Wahl. Am vergangenen Wochenende verlor Lyon das Spitzenspiel gegen PSG mit 0:1, es war die erste Liga-Niederlage für die „Les Lyonnaises“, so der Spitzname, seit Dezember 2016! Ohne Zweifel: Auch heuer wird Lyon wieder die heißeste Aktie in Kampf um die UEFA Women´s Champions League!

FC Barcelona Femení (Spanien)
Seit 1988 betreibt der FC Barcelona ein Frauenteam. Erst in den letzten zehn Jahren stellte sich der Erfolg ein, mit fünf Ligatiteln und ebenso vielen Pokaltriumphen gehörten die Blaugranes zu einem der besten spanischen Teams des letzten Jahrzehnts. International kam man bislang noch nicht an die Erfolge des Herrenteams heran. 2019 stand man zum bislang einzigen Mal im Endspiel der UEFA Women´s Champions League, musste sich nach langem Kampf in Budapest jedoch schließlich Lyon geschlagen geben. Bekannteste Spielerin bei Barca ist Lieke Martens, die Niederländerin wurde 2017 zur Weltfußballerin gewählt. Nicht nur durch ihre beeindruckende Haarpracht sticht Kheira Hamraoui hervor, auch fußballerisch hat die Französin ihr Können oftmals unter Beweis gestellt. Torhüterin Sandra Paños dürfte immer noch schlechte Erinnerungen an Österreich haben, sie unterlag mit dem spanischen Nationalteam bei der EURO 2017 im Viertelfinale dem ÖFB-Team erst im Elfmeterschießen.

Fortuna Hjørring (Dänemark)
Hjörring und Bröndby wechselten sich in den letzten Jahren im Kampf um den heimischen Titel ab, seit 2004 landete Hjörring in der Elitedivisionen, der höchsten Frauen-Spielklasse Dänemarks, stets auf einem den ersten beiden Plätzen. Auch im Pokal führte der Sieg im letzten Jahrzehnt über Bröndby und Hjörring. Der Coach der Däninnen, Niclas Hougaard Hansen, ist mit 27 Jahren ungewöhnlich jung für den Posten an der Seitenlinie. Zum Vergleich: Im Bundesligateam der St. Pöltnerinnen stehen acht Akteurinnen, die allesamt älter sind als der amtierende Hjörring-Coach. Der Kader besteht hauptsächlich aus Däninnen, dazu gesellen sich jedoch vier US-Amerikanerinnen sowie eine Australierin und eine Rumänin. In der Königsklasse war in den letzten Jahren spätestens im Achtelfinale Schluss. 2017 drang man sogar bis ins Viertelfinale vor, wo man gegen Manchester City mit zwei 0:1-Niederlagen ausschied.

FC Zürich Frauen (Schweiz)
22 Ligatitel holte das Team aus dem Schweizer Mittelland seit 1980, in denselben Zeitraum fallen auch noch 14 Pokalsiege! Einige Spielerinnen dürften aufmerksamen Beobachtern des Frauenfußballs ein Begriff sein: Martina Moser spielte zehn Jahre in der deutschen Bundesliga und kann auch mit dem Nationalteam internationale Erfahrung vorweisen. Rahel Kiwic hat Stationen in Potsdam und Duisburg in ihrer Vita stehen. Mit Fabienne Humm steht eine weitere EM- und WM-Teilnehmerin in den Reihen der Schweizerinnen. In der laufenden Meisterschaft belegt man aktuell hinter Servette Rang zwei, musste in zwölf Runden jedoch bereits vier Niederlagen einstecken. Der Name FC Zürich dürfte in Graz schlimme Erinnerungen hervorrufen, 2016 trafen die „Blackies“ in der ersten Hauptrunde auf die Schweizerinnen. Im Hinspiel in Graz gelang den Gästen ein 6:0-Erfolg, das Rückspiel im Letzigrund konnten die Gastgeberinnen mit 3:0 ebenso für sich entscheiden. Für den FC Zürich ist es heuer die bereits zwölfte Teilnahme an der UEFA Women´s Champions League!

 

UEFA Women´s Champions League – Auslosung Sechzehntelfinale Gruppe 1

Gesetzt Ungesetzt
Olympique Lyonnais Féminin SKN St. Pölten Frauen
FC Barcelona Femení Juventus Women
Fortuna Hjørring PSV Vrouwen
FC Zürich Frauen ŽNK Pomurje

 

Auslosung am Dienstag, den 24. November, um 12 Uhr live auf UEFA.com. Gesetzte Teams bekommen ein ungesetztes Team zugelost. Gespielt wird am 9. oder 10. Dezember, das Rückspiel geht in der darauffolgenden Woche, am 15. oder 16. 12. über die Bühne. Insgesamt vier Gruppen, St. Pölten wurde in Gruppe 1 eingeteilt.

 

 

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