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Wölfinnen treffen im Sechzehntelfinale auf Zürich

Das Nachbarschaftsduell Österreich gegen die Schweiz lebt in der ersten Hauptrunde der UEFA Women´s Champions League wieder auf! Gegner FC Zürich ist Rekordmeister der Schweizer Frauen-Liga, nimmt heuer den bereits zwölften Anlauf in der Königsklasse. Das Letzigrund-Stadion ist zwar ein guter Boden für Leichtathletik-Weltrekorde, Österreichische Teams konnten im EM-Stadion von 2008 jedoch noch nicht gewinnen!

Österreich gegen die Schweiz – dieses Duell kommt zwar von der Intensität nicht an jenes gegen den großen Bruder Deutschland heran, ist jedoch eine gesunde Rivalität, geprägt von gegenseitigem Resepekt – ganz ohne Gehässigkeit! Im Wintersport ist das Ski-Duell gegen die Schweiz schon seit mehreren Generationen ein beliebter Reibungspunkt beider Nationen, zuletzt stießen Beat Feuz, Michelle Gisin und Co. den ÖSV sogar vom Nationenwertungs-Thron. Im Herrenfußball ist das ÖFB gegen Schweizer „Nati“ die zweithäufigste Begegnung der Geschichte. Der Auftakt zur Frauen-EM 2017 in den Niederlanden ließ die Rivalität zu unseren westlichen Nachbarinnen wieder aufleben. Im Sechzehntelfinale der UEFA Women´s Champions League treffen beide Nationen erneut aufeinander, diesmal jedoch im Klubfußball! Unsere Wölfinnen bekommen es im Dezember mit den Frauen des FC Zürich zu tun, erneut wird ein Duell auf Augenhöhe erwartet.

Im April 1970, zwei Jahren nach der Gründung des USC Landhaus – Österreichs ältestem Frauenfußballverein, wurde in Seebach, einem Stadtteil Zürichs, das Frauenfußball-Team SV Seebach Zürich aus der Taufe gehoben. Nur zehn Jahre später feierte man mit dem Gewinn der Schweizer Meisterschaft den ersten großen Erfolg der Vereinsgeschichte. Bis Ende der 1990er folgten elf weitere Ligatitel sowie sieben Siege im Pokal. Nach einem kurzen Intermezzo als FFC Zürich Seebach, aus dem je ein weiterer Pokal- sowie Meistertitel hinzu kamen, tritt man seit 2008 unter der aktuellen Bezeichnung FC Zürich Frauen auf. Als Frauenabteilung des FC Zürich schloss man in den letzten zwölf Jahren dort an, wo man Ende der 1990er aufgehört hatte und mauserte sich wieder zum Titelhamster der Schweizer Frauenliga. Mit insgesamt 22 Meisterschaften liegt die Elf aus dem Schweizer Mittelland unagefochten auf Platz eins. Mit 14 Triumphen im Pokal liegen die Frauen des FCZ nur ganz knapp hinter Rekordsieger Young Boys Bern. Die coronabedingt abgebrochene Saison 2019/20 beendeten die Zürcherinnen hinter Servette auf Rang zwei.

Kern des Teams schon seit mehreren Jahren beim Klub
Der FC Zürich stellt mit sieben Teamspielerinnen (inklusive auf Abruf) die zweitmeisten Spielerinnen des aktuellen Schweizer Teamkaders. Darunter die Routiniers Fabienne Humm und Rahel Kiwic. Vor allem Beobachter der deutschen Fußballszene dürfte der Name Kiwic geläufig sein, insgesamt sechs Jahre kickte die Abwehrspielerin in der Bundesliga, zuletzt bei Turbine Potsdam. Fabienne Humm spielt seit 2009 beim FCZ und erzielte in der Saison 2014/15 zehn Tore in der UEFA Women´s Champions League. Damit landete sie im Jahresranking sogar im Spitzenfeld! Martina Moser, ehemalige Schweizer Rekord-Nationalteamspielerin, ist mit 34 Jahren die erfahrenste Akteurin im FCZ-Kader. Auch sie kickte lange Zeit in der deutschen Bundesliga, hat Stationen bei Freiburg, Hoffenheim und dem VfL Wolfsburg im Lebenslauf stehen. Was auffällt: Der junge Kader von Coach Ivan Dal Santo, das Durchschnittsalter beträgt 23 Jahre, spielt im Grundgerüst schon seit einigen Jahren zusammen. Riana Fischer, Tochter des heutigen Union Berlin-Trainers Urs Fischer, durchlief sämtliche FCZ-Stationen und spielt schon seit 2006 beim Verein. Der in Mailand geborene Trainer Ivan Dal Santo ist im Schweizer Fußball kein Unbekannter, absolvierte 260 Spiele in der Super League, der höchsten Herren-Spielklasse der Schweiz. Im UI-Cup 1998/99 traf er dabei zum einzigen Mal auf eine Mannschaft aus Österreich. In den Duellen gegen die von Hans Krankl trainierte Austria aus Salzburg setzte es ein 1:1 sowie eine 1:3-Niederlage. Im Kader der Salzburger damals waren klingende Namen, wie Heimo Pfeifenberger, Adi Hütter oder auch der heutige spusu SKN-Coach Robert Ibertsberger.

Die Reise in der UEFA Women´s Champions League führte die Schweizerinnen in den letzten Jahren immer wieder ins Achtelfinale, wo stets Endstation war. 2014 unterlag man dem FC Barcelona, ein Jahr später schied man gegen Glasgow nur knapp aus. Nach zweijähriger Pause nahm man in der Saison 2016/17 wieder an der Frauen-Königsklasse teil und eliminierte Sturm Graz im Sechzehntelfinale, bevor man in der nächsten Runde gegen die späteren Siegerinnen aus Lyon in der Addition mit 0:17 unter die Räder kam. Auch 2019 war die Achtelfinal-Teilnahme das höchste der Gefühle, wo man Bayern München deutlich unterlag. In der letzten Saison schied man im Sechzehntelfinale gegen Minsk bereits früh aus dem Bewerb aus. Das Duell gegen Sturm im Jahr 2016 war das zweite gegen einen Klub aus Österreich, im Oktober 2008 zog man gegen Neulengbach in der zweiten Qualifikationsrunde mit 3:5 den Kürzeren und beendete die Gruppe hinter Lyon, Arsenal und Neulengbach auf dem letzten Platz.

Österreich noch ohne Sieg im Letzigrund
Ihre Liga-Heimspiele tragen die Frauen des FC Zürich im Sportzentrum Heerenschürli aus. Für internationale Begegnungen weicht man jedoch an eine Kultstätte des Schweizer Fußballs aus. Das Stadion Letzigrund dient in der UEFA Women´s Champions League als Kulisse für die großen Spiele und war eines der vier EM-Stadien bei der Europameisterschaft 2008. Unter anderem ging das dramatische 1:1 Italiens gegen Rumänien im 2006 neu erbauten Oval über die Bühne, bei dem Torhüter Buffon in der Schlussphase einen Elfmeter parierte und den Punktgewinn der Azzurri festhielt. Österreich kann im Letzigrund noch keine Erfolge vorweisen. Neben dem 3:0-Sieg des FCZ im Rückspiel gegen Sturm Graz, ging auch das ÖFB-Team 2007, beim 1:3 in einem freundschaftlichen Test gegen die Schweiz, als Verlierer vom Platz. Das Stadion wird zudem für Leichtathletik-Veranstaltungen genutzt. Der jährliche Event „Weltklasse Zürich“ gehört zur Diamond League, der höchsten Kategorie in der Welt der Leichtathletik. Fünf bestehende Weltrekorde wurden bei Events in Zürich aufgestellt, unter anderem der 200 m-Weltrekord von Shaunae Miller-Uibo im Jahr 2019.

 

UEFA Women´s Champions League – Sechzehntelfinale
Mittwoch, 9. Dezember 2020/17 Uhr – Hinspiel
spusu SKN Frauen – FC Zürich Frauen
Spielort: NV Arena, St. Pölten
ACHTUNG: Geisterspiel!!!!

Donnerstag, 17. Dezember 2020/20.15 Uhr – Rückspiel
FC Zürich Frauen – spusu SKN St. Pölten Frauen
Spielort: Letzigrund, Zürich (Schweiz)

Beide Begegnung jeweils live in ORF Sport+

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