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Throwback Thursday – #7: Das Abenteuer Bundesliga beginnt

Nur sechs Jahre nach Gründung einer Frauenfußball-Sektion, spielten die Frauen des ASV Simacek Spratzern, (Vorgängerklub der SKN Frauen) Anfang August 2011 erstmals in der höchsten Spielklasse Österreichs. 150 Zuseher in Spratzern sahen mit dem 4:2 gegen Bergheim ein erfolgreiches Bundesligadebüt der St. Pöltnerinnen, die in ihrer ersten Saison in der höchsten Spielklasse gleich den Vizemeistertitel errang!

Vorgeschichte: Zwei Aufstiege innerhalb von drei Jahren ebneten SKN-Vorgängerklub ASV Simacek Spratzern den Weg, um in der Saison 2009/10 erstmals in Österreichs zweithöchster Spielklasse anzutreten. Schon in der ersten Spielzeit legte man in der Hinrunde den Grundstein zum späteren Meistertitel, im Aufstiegs-Playoff zog man jedoch gegen Union Kleinmünchen den Kürzeren. Es ist bis heute die letzte Niederlage gegen die Linzerinnen, in direkten Begegnungen in der Bundesliga blieben die Wölfinnen in 16 Duellen stets ohne Punktverlust. Im Jahr darauf deklassierte man, nach dem neuerlichen Titel in Liga zwei, Parndorf mit 12:1 und schaffte den Aufstieg in die höchste Frauen-Spielklasse Österreichs.

 

Das Bundesliga-Debüt der St. Pöltnerinnen ging am Nachmittag des 7. August 2011, auf der Anlage des ASV Spratzern, über die Bühne. Gegner an diesem Tag war die Spielgemeinschaft FC Bergheim/USK Hof. Vor allem der Kader der Debütantinnen aus St. Pölten wurde in der Sommerübertrittszeit 2011 kräftig aufgefrischt. Nicht weniger als sieben Akteurinnen wechselten vom USC Landhaus nach Spratzern. Auch am Trainersektor war Veränderung angesagt, Brigitte Entacher leitete ab der Saison 2011/12 die Geschicke des Klubs aus der blau-gelben Landeshauptstadt. Die Startelf gegen die Salzburgerinnen war bis auf einige Ausnahmen nicht wiederzuerkennen. Neben den sechs Spielerinnen, die vom USC Landhaus zum ASV kamen, stand mit Altenmarkt-Torjägerin Lisa Makas in der Offensive ebenfalls ein neues Gesicht in der ersten Elf der St. Pöltnerinnen. Auf der Gegenseite gab es ebenso einige bekannte Namen für Kenner des Frauenfußballs. So geigten damals Karin Gruber (heute beim ÖFB), Sarah Zadrazil (heutige Bayern-Legionärin) oder auch Isabella Grössinger (später unter anderem auch beim ASV Spratzern aktiv) in den Reihen der Spielgemeinschaft Bergheim/Hof. Trainiert wurde die Elf von Mag. Leyti Seck, einem ehemaligen Skirennläufer aus dem Senegal, der an zwei olympischen Spielen sowie drei Ski-Weltmeisterschaften teilnahm.
Vor 150 Zusehern führten die St. Pöltnerinnen bereits zur Pause mit 3:0 und hatten alles im Griff. Erst netzte Zubkova, danach legten mit Makas und Tabotta zwei neue Spielerinnen die Treffer zwei und drei nach. Nach Wiederbeginn brachte ein verwandelter Elfmeter durch Karin Gruber den Salzburgerinnen nochmals Hoffnung, mit dem 4:1 nach 70 Spielminuten entschied Anna Petrusova jedoch die Partie zugunsten der Gastgeberinnen. Der Anschlusstreffer zum 4:2 durch Sarah Galler änderte nichts mehr am Sieg der Niederösterreicherinnen. Mag. Agnes Sirkka Prammer leitet eine faire Begegnung, musste nur zweimal den gelben Karton zücken. Die damalige Schiedsrichterin sitzt heute im österreichischen Parlament, ist Abgeordnete der Grünen im Nationalrat.

So, 07.08.2011 – Spielbeginn: 16 Uhr
1. Runde – ÖFB Frauen Bundesliga 2011/12 (Spielort: Sportplatz ASV Spratzern)
ASV Simacek Spratzern – SG FC Bergheim/USK Hof 4:2 (3:0)

Aufstellungen:
ASV Simacek Spratzern: Bianca Reischer (58. Jasmin Boisits), Nina Klima, Gina Babicky, Jasmin Fischelmaier, Lisa Marie Makas (89. Tanja Legenstein), Katrin Walzl, Katharina Haiden (80. Julia Herndler), Julia Tabotta, Maria Zubkova, Monika Matysova, Anna Petrusova

SG FC Bergheim/USK Hof: Isabella Scholze – Bianca Plötzeneder (58. Sarah Galler), Petra Riffelsberger (68. Asya Sari), Elisabeth Eisl – Sarah Zadrazil, Veronika Laimer, Carina Habring (46. Magdalena Pötzelsberger), Andrea Moser, Mag. Isabella Grössinger – Karin Gruber, Jelena Gatea

Tore: Maria Zubkova (9.), Lisa Makas (29.), Julia Tabotta (42.), Anna Petrusova (70.); Karin Gruber (53./Elfmeter), Sarah Galler (76./Freistoß)

 

Der weitere Verlauf: Während Bergheim nach der Auftaktniederlage nur zäh in Gang kam, war es für die St. Pöltnerinnen ein gelungener Start in eine Hinrunde ohne Niederlage. Bei einem torlosen Remis konnte man Liga-Dominator Neulengbach sogar einen Punkt abringen. Der „Einbruch“ erfolgte erst im Frühjahr, als man gegen die Carinthians sowie Neulengbach verlor und auch gegen Südburgenland und Wacker Innsbruck nicht über ein 1:1 hinauskam. Dennoch: Das erste Jahr der St. Pöltnerinnen in der höchsten Spielklasse war ein voller Erfolg, am Ende stand der Vizemeistertitel zu Buche. In der Folge schaffte man es immer wieder den SV Neulengbach zu ärgern. Der erste Sieg gegen die Serienmeisterinnen gelang im April 2013, wenige Wochen vor dem ersten Triumph im Pokal, den wir hier bereits näher beleuchtet haben. Nachdem man im Jahr 2015 endgültig die Regentschaft Neulengbachs als Nummer 1 in Österreich beendete, startete der Siegeszug der Wölfinnen, die seitdem alle nationalen Titel erringen konnten und im Vorjahr, als erstes Team seit Neulengbach, auch ins Achtelfinale der UEFA Women´s Champions League einziehen konnte.

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