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Heimspiel gegen ZSKA Moskau in UWCL-Qualirunde zwei

Wieder ein Heimspiel, wieder ein unangenehmer Gegner – ZSKA Moskau wurde den Wölfinnen des spusu SKN in der zweiten Runde der UEFA Women´s Champions League zugelost. Die Russinnen bestechen durch ihren Mix aus einer großen Anzahl an Teamspielerinnen sowie Akteurinnen mit internationaler Erfahrung. Torfrau Todua kennt zudem das Gefühl eines Triumphs in der NV Arena.

Zweite Qualifikationsrunde der UEFA Women´s Champions League, zweites Heimspiel – zumindest in dieser Beziehung ist Glücksgöttin Fortuna ganz klar auf der Seite der spusu SKN Frauen zu finden. Gegner ZSKA Moskau wird jedoch erneut keine leichte Aufgabe! Das Duell Österreich gegen Russland wird ein Duell zweier Nationen, die vielleicht auf dem ersten Blick zwar nicht allzu viel gemeinsam haben, sich aber in Sachen Champions League doch sehr ähnlich sind.

Die starken Darbietungen des SV Neulengbach in der UEFA Women´s Champions League lieferten die Grundlage dafür, dass der österreichische Frauenfußball ab der Saison 2013/14 einen zweiten Vertreter ins internationale Rennen schicken durfte. Die Russinnen genossen diesen Vorteil bereits seit der UWCL-Umstrukturierung in der Saison 2009/10, lange Zeit sogar mit beiden Teams fix gesetzt in der ersten Hauptrunde! Es waren goldene Jahre, in denen der russische Fußball zur europäischen Spitze gehörte und sogar seinen Platz in den Top 5-Ligen Europas sicher hatte. Der Stern des russischen Frauenfußballs befand sich jedoch nach den letzten großen Erfolgen Anfangs der 2010er-Jahre (dreimal UWCL-Viertelfinale) bereits im Sinkflug, seit der Spielzeit 2013/14 war immer spätestens im Achtelfinale Endstation. Auch Österreich kam nach den großartigen Leistungen Neulengbachs dreimal in den Genuss eines zweiten Startplatzes, jedes Mal war jedoch gleich in der Startrunde das Abenteuer Europa wieder vorbei. Für die Spielzeit 2020/21 verloren beide Verbände ihren Fixplatz im Sechzehntelfinale und müssen daher heuer bereits in der Qualifikation ran.

Coach Zinovijev bereits mit vierter Amtszeit als ZSKA-Trainer
Wie auch bei ihren österreichischen Gegnerinnen, stehen im Kader von ZSKA Moskau zahlreiche Nationalteamspielerinnen. Im bislang letzten Aufgebot des russischen Teams standen ganze neun ZSKA-Akteurinnen. Der Kader von ZSKA besteht, neben einer Kasachin, einer Nigerianerin sowie einer Kamerunerin (allesamt Teamspielerinnen) zum Großteil aus heimischen Kickerinnen. Was sofort auffällt, das Team von Trainer Maksim Zinovijev ist sehr jung, bis auf drei Spielerinnen ist keine Kickerin älter als 27 Jahre. Lediglich die beiden Afrikanerinnen sowie Torfrau Elvira Todua sind über 30 Jahre alt, alle drei können bereits Teilnahmen bei großen internationalen Turnieren vorweisen. Torfrau Todua drang mit Rossiyanka 2010/11 sogar bis ins Viertelfinale der UEFA Women´s Champions League vor und stand auch im Oktober 2012 bei beiden Duellen im EM-Play Off gegen Österreich im Kasten der russischen Nationalmannschaft.

Die Anfänge des Herren-Klubs reichen bis ins Jahr 1911 zurück, das Frauenfußball-Team bei ZSKA Moskau nahm erst 80 Jahre später ihren Betrieb auf. Nachdem Zerfall der Sowjetunion traten die Moskauerinnen 1991 in der höchsten Spielklasse des Landes teil. Der Rückzug erfolgte im Jahr 1993, danach dauerte es bis in Jahr 2014, als man wieder mit einem Frauenteam an einer Meisterschaft teilnahm. Der Meistertitel im Vorjahr war der erste der Vereinsgeschichte in der höchsten russischen Spielklasse, bereits im Jahr 2017 triumphierte der Klub erstmals im nationalen Pokal. Coach Maksim Zinovijev beendet vor fünf Jahren seine aktive Karriere, spielte hauptsächlich in der zweithöchsten Spielklasse Russlands. Die aktuelle Trainerstation des 40-jährigen, der bei deiden Titeln der Moskauerinnen an der Seitenlinie stand, ist bereits sein viertes Engagement bei den Frauen von ZSKA.

Moskauerinnen nehmen erstmals am Europapokal teil
ZKSA Moskau ist die erste russische Klubmannschaft, die in die NV Arena kommt. Bislang waren nur verschiedene Nationalteams Russlands als Gegner in St. Pölten zu Gast. Die Bilanz ist hier zugunsten Österreichs leicht positiv. 2012 mussten sich die ÖFB Frauen im EM Play Off mit 0:2 geschlagen geben. 2015 und 2018 duellierte sich das ÖFB U21-Nationalteam zweimal im Rahmen der U21 EM-Qualifikation mit Russland in der NV Arena, beide Begegnungen konnte die Elf von Werner Gregoritsch knapp für sich entscheiden.

Das Spiel am Donnerstag, den 19. November, wird daher für beide Teams enorm wichtig. ZSKA Moskau möchte beim ersten Antreten in der Frauen-Königsklasse an die Erfolge von Zvezda-2005 Perm und WFC Rossiyanka anknüpfen und Russland in der ersten Hauptrunde würdig vertreten. Dorthin möchten auch die Wölfinnen des spusu SKN, die nach dem Zwischenziel „Sechzehntelfinale“ auch das Fernziel „Achtelfinale“ nicht aus den Augen lassen möchten. In der langen Geschichte der UEFA Women´s Champions League gab es erst ein Aufeinandertreffen eines rot-weiß-roten Klubs gegen einen Verein aus Russland. Im September 2002 traf der Innsbrucker AC in der Qualifikation auf CSK VVS Samara und unterlag den Russinnen mit 0:4. Am 19. November möchten unsere Wölfinnen jedoch den Spieß umdrehen und ZSKA Moskau ein Bein stellen. „Ein schwierige Los, aber ich bin überzeugt, dass wir diese Hürde überwinden können“, gibt sich Liese Brancao, Sportliche Leiterin der spusu SKN Frauen, optimistisch.

UEFA Women´s Champions League – 2. Qualifikationsrunde
Do, 19. 11. 2020 – Spielbeginn: 17 Uhr
spusu SKN St. Pölten Frauen – WFC ZSKA Moskau
Spielort: NV Arena, St. Pölten
live in ORF Sport+
ACHTUNG: Geisterspiel!!!!

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