Schwierige Halbfinal-Hürde für den SKN in Graz

Sturm Graz möchte Freitagabend gegen St. Pölten den Cup-Fluch beenden und erstmals ins Endspiel des ÖFB Ladies Cup einziehen. Im bislang einzigen Saisonduell erwischten die Wölfinnen Sturm am falschen Fuß und schickten die Grazerinnen mit einem Sixpack nach Hause. Für das Cup-Duell wurden sogar Kartenaktionen gestartet, um am Matchtag auch die Fans der Blackies im Rücken zu haben. Auf die Wölfinnen wartet somit wohl eine schwierige Halbfinal-Hürde.

Von der Papierform ist die Ausgangslage klar: Die Wölfinnen gehen als klare Favoritinnen in die Cup-Halbfinal-Partie gegen Sturm Graz. Im bislang einzigen Aufeinandertreffen der Saison besiegten die St. Pöltnerinnen den SK Sturm in Statzendorf locker mit 6:0, profitierten dabei allerdings von zwanzig starken Minuten, in denen den Titelverteidigerinnen alles aufging. Zwar hatte die Elf von Spielertrainerin Fanni Vágó auch in den restlichen 70 Minuten alles im Griff, Sturm sammelte sich jedoch und ließ in der Folge nicht mehr allzu viel zu. In der mittlerweile 85 Spiele andauernden Serie des SKN ohne Niederlage, setzte es lediglich drei Remis – zwei davon gegen den SK Sturm! Auch daher ist Vorsicht geboten. In den vorangegangenen 9 Partien gegen Sturm kassierte der SKN ebenso viele Treffer – also ein Tor pro Spiel, nur Neulengbach verzeichnete in der Vergangenheit einen besseren Wert gegen die St. Pöltnerinnen. Ein weiterer statistischer Top-Wert seitens des SK Sturm: In Bundesliga-Heimspielen gegen den SKN netzte man in allen Duellen zumindest einmal pro Partie.

In der Liga konnten die Grazerinnen zuletzt wieder an USC Landhaus anschließen und liegen aktuell nur zwei Zähler hinter den Wienerinnen, gegen die sie im Herbst eine von nur zwei Saisonniederlagen erlitten. Der Weg im Pokal führte Sturm über Ottendorf, Horn und Bergheim, gegen die Salzburgerinnen musste man im Viertelfinale auch den bislang einzigen Gegentreffer im laufenden Bewerb einstecken. In der Vergangenheit war der ÖFB Ladies Cup nicht die große Liebe der Grazerinnen, vor allem der SV Neulengbach entwickelte sich im Pokal regelmäßig zum Stolperstein für die Elf aus der steirischen Landeshauptstadt. In den letzten vier Jahren scheiterte man jeweils am ehemaligen Serienmeister aus dem Wienerwald, 2015 und 2016 gar erst im Halbfinale. Mit dem 12. Mann im Rücken möchte man den Cup-Fluch beenden und erstmals ins Endspiel einziehen.

Sturm-Anhang soll Cup-Sensation ermöglich
In der Tabelle hat der SKN einiges an Vorsprung auf den SK Sturm, der Kader der Grazerinnen ist jedoch ebenso gespickt mit Teamspielerinnen. Katharina Naschenweng, Yvonne Weilharter, Julia Mak und Besijana Pireci sind nicht nur regelmäßig im Aufgebot ihrer Nationalteams zu finden, sondern gehören auch bei Sturm zum Stamm der Mannschaft. Sogar U17-Teamspielerin Celina Degen absolvierte den Großteil aller Saisonspiele. Doch auch abseits der Nationalteamspielerinnen verfügt der SK Sturm über zahlreiche Klasse, die Grazerinnen haben eine perfekte Mischung aus gestandenen Bundesligaspielerinnen und jungen Talenten – die Elf von Christian Lang ist als Team stark.

Seitens Sturm Graz wurde mit Kartenaktionen alles versucht, um Freitagabend auch die Anhänger der Blackies im Rücken zu haben. Graz ist die letzte Mannschaft, die ein Finale in Blau-Gelb verhindern könnte, im zweiten Halbfinale treffen mit Neulengbach und Altenmarkt zwei NÖ-Vereine aufeinander. Das Duell im Wienerwaldstadion geht Sonntagabend über die Bühne. Das Endspiel findet am 31. Mai statt, der Austragungsort ist noch offen.

ÖFB Ladies Cup 2017/18 – Halbfinale

Fr, 20.04./19 Uhr – Spielort: Trainingszentrum Messendorf, Graz
SK Sturm Graz – SKN St. Pölten Frauen

So, 22.04./17 Uhr – Spielort: Wienerwaldstadion, Neulengbach
SV Neulengbach – SKV Altenmarkt

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