SKN St. Pölten Frauen - Der Herbst in Zahlen

Alexandra Bíróová ging in der abgelaufenen Herbstsaison stets über die vollen 90 Minuten und musste lediglich gegen Landhaus die Nachspielzeit von der Bank aus verfolgen. Fanni Vágo kam erst spät im Herbst in Torlaune, führt nach Halbzeit der Saison jedoch abermals ungefährdet die Schützenliste an. Die St. Pöltnerinnen sind nur eines von fünf Teams in ganz Europa, das in der Hinrunde ohne Gegentor blieb.


Matrix-SKN.jpg-SKN St. Pölten Frauen

Es war ein außergewöhnlicher Herbst für die Wölfinnen des SKN: 9 Spiele, 9 Siege, kein Gegentor – die St. Pöltnerinnen waren auch in der abgelaufenen Hinrunde wieder das Maß aller Dinge in der ÖFB Frauen Bundesliga. Abwehrdirigentin Alexandra Bíróová war in allen 810 Minuten im Herbst hautnah dabei und stand als einzige SKN-Akteurin im Herbst immer über die vollen 90 Minuten am Feld. Im abschließenden Spiel gegen USC Landhaus wurde sie erst in der Nachspielzeit der zweiten Hälfte ausgewechselt und verpasste so die finalen Augenblicke einer goldenen Herbstes. Spielertrainerin Fanni Vágó kam mit 780 Einsatzminuten diesem Wert am nächsten, sie verfolgte lediglich die letzte halbe Stunde gegen Bergheim von der Ersatzbank aus. Den letzten Platz auf dem Podest ergatterte Gina Babicky, sie stand ebenso in allen Partien in der Startformation und wurde gegen den FC Südburgenland zur Pause ausgewechselt, sonst ging sie immer über die vollen 90 Minuten. Stark präsentierten sich auch die Neuzugänge Enzinger, Klein, Sobotka, Wienroither sowie Torhüterin El-Dahaibiová, diese landeten allesamt im oberen Drittel der Einsatzstatistik und konnten sich schnell als Stützen der erfolgreichen Mannschaft etablieren.

 

Historisch schwache Phase nach der Pause

Spielertrainerin Vágó konnte auch im abgelaufenen Herbst niemand das Wasser reichen, mit insgesamt 9 Treffern führt die ungarische Teamspielerin souverän die Schützenliste an. Erste Verfolgerinnen sind Jennifer Klein und Kleinmünchens Lisa Kolb mit jeweils sechs Toren. Stefanie Enzinger kam im Herbst nur auf einen Treffer, dieser führte beim 1:0 gegen LUV jedoch zum wichtigen Auswärtssieg in Graz. Offensivkraft Bernadett Zágor wurde im Sommer als Hoffnungsträgerin geholt, kam aufgrund zahlreicher Verletzungen allerdings nur zweimal zum Einsatz und blieb ohne Torerfolg. Je näher es dem Ende der Spielhälften zuging, desto mehr kamen die Wölfinnen in Torlaune. Ganze 8 Stück verwandelten die St. Pöltnerinnen in der Schlussviertelstunde, sieben waren es in Hälfte eins im Schlussdrittel. Die Ladehemmung nach Seitenwechsel war mit einem Treffer allerdings historisch schwach, seit Erhebung der Torstatistik jubelte man in keinem Drittel weniger als nach der Pause im Herbst 2017.

 

SKN sichert sich auch „Jahreswertung 2017“ souverän

In der „Jahresmeisterschaft 2017“ der ÖFB Frauen Bundesliga stehen die Wölfinnen des SKN erneut ganz oben, ganze 13 Zähler mehr als Landhaus sammelte die Elf von Trainerin Fanni Vágó im Kalenderjahr 2017. Aufsteiger Vorderland konnte mit nur einer halben Saison sogar LUV Graz abhängen, die im gesamten Jahr nur einen Sieg einfuhren. Das 2:0 gegen Bergheim in Graz Anfang Mai war der einzige Dreier für die Grazerinnen, die mit diesem Erfolg den Grundstein für den späteren Klassenerhalt legten. Die meisten Gegentreffer des Jahres musste man beim FC Südburgenland einstecken, ganze 60 Mal klingelte es im Kasten der ehemaligen Vizemeisterinnen.

 

Nur wenige in Europa beherrschten Liga wie der SKN

Im europäischen Vergleich beschloss man die Herbstmeisterschaft als eine von fünf Teams ohne Gegentreffer, absoluter Spitzenreiter an erzielten Toren in einem Halbjahr ist jedoch das Team Hajvalia aus dem Kosovo. Ganze 123 Treffer stehen lediglich 3 Gegentoren gegenüber. Diesem Wert kommt man in Osijek am nächsten, wo man das Halbjahr mit einem Torverhältnis von 113:0 abschloss. Überhaupt walzen die Kroatinnen in der heimischen Liga in der jüngeren Geschichte alles in Grund und Boden. Den letzten Punktverluste in der regulären Saison gab es für Stadt am Drauufer im September 2015, die letzte Niederlage liegt bereits 2768 Tage zurück und datiert am 16. Mai 2010, als man mit 0:2 gegen Konkurrent Viktorija verlor. Bemerkenswert ist auch, dass kein europäischer Tabellenführer mehr als eine Niederlage nach der Hinrunde aufweist.

 

 

Übersicht Statistiken

Meiste Einsätze: Alexandra Bíróova, Fanni Vágó, Gina Babicky, Jennifer Klein, Sandrine Sobotka (je 9 Spiele)

Meiste Einsatzminuten: Alexandra Bíróova (810 Minuten)

Meiste Tore erzielt: Fanni Vágó (9 Treffer)

Meiste Einwechslungen: Sarah Wronski (7x)

Meiste Auswechslungen: Viktoria Pinther (6x)

Meiste Karten: Fanni Vágó, Jasmin Eder (je 1x Gelb)