Endstation für das Sommermärchen im Halbfinale

Alles gegeben und doch hat es nicht gereicht - gegen Dänemark zog man erst im Elfmeterschießen den Kürzeren. Österreichs Teams kann jedoch zufrieden auf die Bilanz der EURO 2017 zurückblicken. Im vierten Test der Vorbereitung behielten die Wölfinnen auch diesmal die Oberhand gegen den ungarischen Meister MTK.


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Das ÖFB-Teams stemmte sich den Däninnen energisch entgegen, am Ende scheiterte man jedoch vom Punkt und schied im Halbfinale aus. (Bild: Gerhard Breitschopf)

Dänemark hieß der Gegner im Halbfinale der UEFA Women´s EURO 2017, ausgerechnet jenes Team, das man bei der Generalprobe mit 4:2 bog. Auch diesmal sah alles wieder nach einem guten Beginn für Österreich aus, leider ließ Sarah Puntigam in der Anfangsviertelstunde einen Handelfmeter ungenutzt. Wenig später hatte die Elf vom Teamchef Dominik Thalhammer Glück, als ein Ball von Sanne Troelsgaard an die Latte ging. Vor dem Seitenwechsel musste Nicole Billa verletzt vom Feld getragen werden, später am Abend gaben die Ärzte jedoch Entwarnung – kein Bruch!

 

In Hälfte zwei zeichnete sich ÖFB-Torfrau mehrmals durch Glanzparaden aus, so auch bei einem Kopfball von Simone Sörensen nach wenigen Spielminuten im zweiten Durchgang. Mit Fortdauer der Partie wurden die Däninnen immer stärker, mehrmals hielt die Bayern-Legionärin den ÖFB im Aufstiegsrennen. Nachdem auch in der Verlängerung keine Treffer fielen musste die Entscheidung erneut im Elfmeterschießen getroffen werden, dies geriet jedoch schnell zu einer klaren Angelegenheit für Dänemark. Wie ihre Teamkollegin in der regulären Spielzeit brachten auch Laura Feiersinger, Viktoria Pinther und Verena Aschauer ihre Versuche nicht im Tor unter, womit die Däninnen mit einem Gesamtscore von 3:0 ins Finale einzogen.

 

„Wir haben alles gegeben“

Sämtliche Einwechslungen betrafen den SKN St. Pölten: Nadine Prohaska ersetzte kurz vor der Pause ihre ehemalige Teamkollegin Nicole Billa, für die glücklose Puntigam kam Viktoria Pinther ins Spiel. Es ist sehr bitter, wenn man so knapp vor dem Finale ausscheidet. Heute waren wir bei den Elfmetern nicht sicher. Das Resultat bleibt sensationell, aber heute tut es natürlich schon weh.", so Teamchef Dominik Thalhammer nach dem Halbfinale. "Es ist natürlich schon traurig, wenn man so ausscheidet. Wir haben großartig gekämpft. Beim Fußball entscheiden Kleinigkeiten. Ich bin sehr stolz auf die Mädls, wir haben alles gegeben.", hob Kapitänin Viktoria Schnaderbeck die positiven Seiten hervor. Am Ende bleibt Platz 3 für Österreich und das beste Abschneiden eines A-Nationalteams seit den 1930er-Jahren! Um dies gebührend zu feiern kommt es am heutigen Freitag ab 19 zu einem großen Empfang auf dem Wiener Rathausplatz.

 

Dänemark – Österreich 3:0 (0:0) n.E.

Aufstellung Österreich: Zinsberger, Schiechtl, Wenninger, Kirchberger, Aschauer; Schnaderbeck, Zadrazil, Puntigam (91. Pinther), Feiersinger, Billa (39. Prohaska), Burger

 

 

SKN Frauen gewinnen auch zweiten Test gegen MTK Budapest

Wenige Wochen nach dem Test im umgarischen Gyirmót setzten sich die Wölfinnen auch im zweiten Versuch gegen den ungarischen Meister durch. Gleich in der Anfangsphase schoss Laura Wienroither die St. Pöltnerinnen in Front und ließ wenig später auch Treffer Nummer zwei folgen. Die Ungarinnen wehrten sich in der Hitze von Radlberg tapfer, mehr als ein Tor gegen Jasmin Boisits war an diesem Tag allerdings nicht drin – Endstand 2:1 für den SKN. Mit Turbine Potsdam wartet nun in Haus im Ennstal eines der Höhepunkte der Sommervorbereitung auf die Wölfinnen. Platin TV überträgt das Spiel aus der Steiermark Samstag live ab 16.50 Uhr.

 

SKN St.Pölten Frauen - MTK Budapest FC 2:1 (2:0/0:1/0:0)

Aufstellung: Jasmin Boisits, Dilan Taskin (31.Min. Lara Felix; 61.Min. Vanessa Praher), Alexandra Biroova, Sarah Wronski, Birgit Muck (61.Min. Vanessza Nagy), Laura Wienroither, Laura Krumböck, Sandrine Sobotka, Fanni Vago, Mateja Zver, Bernadett Zagor

 

Tore: Laura Wienroither (2)