Das Sommermärchen geht weiter

Der Traum der Österreicherinnen geht weiter! Nach dem Sieg im Elfmeterschießen über Spanien warten nun am Donnerstag die Däninnen, gegen die es im letzten Test vor der EURO einen Sieg setzte. Abseits der EM gab es für die Wölfinnen in Statzendorf eine herbe Niederlage, der SKN II gewann das erste Spiel unter dem neuen Trainerteam mit 11:3.


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Die Freude kannte nach dem Spiel keine Grenzen beim ÖFB-Team

Das Ziel von Teamchef Dominik Thalhammer war einen Punkt in der Gruppenphase, jetzt steht man im Halbfinale der Europameisterschaft! Das Sommermärchen ging auch gegen die Spanierinnen weiter, die vor allem in der Anfangsviertelstunde mächtig Druck machten und immer wieder gefährlich vor das Tor von Manuela Zinsberger kamen. Danach kamen die Österreicherinnen etwas besser in die Partie und fanden ihrerseits Chancen vor, die beste vergab Nicole Billa nach 18 Minuten. Nach Seitenwechsel fand Nadine Prohaska per Kopf eine gute Möglichkeit vor, ihren Ball konnte allerdings Spanien-Schlussfrau Sandra Paños sicher fangen. Anschließend flachte das Spiel etwas ab, beide Teams lauerten jedoch auf Fehler der Gegnerinnen. Ohne Tore ging es folglich in die Verlängerung, in der allerdings auch keine Treffer fallen sollten. Nachdem die ersten fünf Elfmeter allesamt verwandelt wurden, hielt Manuela Zinsberger den Penalty der 28-jährigen Silvia Meseguer. In der Folge trafen auch Viktoria Pinther und Sarah Puntigam sicher und hievten ihr Team ins Halbfinale der EM 2017.

 

Einziger Wehrmutstropfen war die Verletzung von Lisa Makas, die mit Verdacht auf Kreuzbandriss ausschied. Die bereits erwähnt Viktoria Pinther kam in der Verlängerung für Sarah Zadrazil in die Partie, Nadine Prohaska ersetzte Lisa Makas. Dominik Thalhammer schwebte nach dem Spiel ebenso auf Wolke sieben wie sein Team: "Wir haben sehr gut verteidigt und aufopferungsvoll gekämpft. Ich bin stolz, der Trainer dieser Mannschaft zu sein. So einen Erfolg muss man erst einmal verdauen.", so ein überglücklicher Teamchef. Nun trifft man Donnerstag im Halbfinale auf Dänemark, das man bei der Generalprobe vor der EURO bereits mit 4:2 besiegen konnte. Die Däninnen werden es den Österreicherinnen diesmal allerdings nicht so einfach machen und brennen nach dem Sieg über Deutschland auf Revanche.

 

Österreich – Spanien 5:3 (0:0, 0:0) n.E.

Aufstellung Österreich: Zinsberger, Schiechtl, Wenninger, Schnaderbeck, Aschauer, Zadrazil (110. Pinther), Puntigam, Feiersinger, Billa (81. Kirchberger), Makas (42. Prohaska), Burger

 

 

Slavia Prag zeigte SKN eiskalt die Grenzen auf

Im dritten Test der laufenden Sommervorbereitung bekamen es die Wölfinnen in Statzendorf mit Slavia Prag zu tun, die amtiereden Meisterinnen der tschechischen Liga fackelten nicht lange und gingen bereits nach einer Minute in Front. Das 2:0 erfolgte danach durch einen verwerteten Foulelfmeter. Immer wieder griffen die Tschechinnen über die rechte Seite an und drangen in den gegnerischen Strafraum vor. Bis zur Pause enteilte Slavia dem SKN mit 4:0, Tor Nummer vier war eine abgerissene Flanke von der linken Seite, die sehenswert ihren Weg ins Tor fand.

Nach einer kurzen Drangphase des SKN zu Beginn der zweiten Hälfte, fanden die Gäste wieder besser ins Spiel und übernahmen wieder die Kontrolle. Bei St. Pölten klappte an diesem Tag kaum etwas, immer wieder war die Abwehr oder die Schlussfrau der Tschechinnen zur Stelle. Nach einer Stunde stellte Slavia auf 5:0, bis zum Schlusspfiff erhöhten die Gäste auf 8:0 und schenkten dem Double-Sieger lehrreiche 90 Minuten. Mittwoch wartet in Radlberg mit MTK Budapest eine Mannschaft, gegen die man in der laufenden Vorbereitung bereits gewinnen konnte.

 

SKN St.Pölten - SK Slavia Praha 0:8 (0:4)

Aufstellung: El Dahaibiova, Tabotta (15.Min. Wronski), Biroova, Babicky, Wienroither, Sobotka, Wasser (55.Min. Muck), Krumböck (80.Min. Rea), Zagor, Vágó, Zver

 

 

Jungwölfinnen mit 11:3-Sieg in Melk

Der zweite Test in der Vorbereitung der Wölfinnen gestaltete sich erfolgreich, schon in der Anfangsminute stellte Neuzugang Lara Felix auf 1:0 für die Gäste. Nach der ersten Viertelstunde der Partie lagen die amtierenden Meisterinnen der 2. Liga Ost/Süd bereits mit 3:0 vorne und waren die spielbestimmende Mannschaft. Melk agierte mit hohen und weiten Bällen in die Spitze und verzeichnete mehrere gute Schüsse auf den gegnerischen Kasten. Im vierten Versuch klappte es anschließend und Melk verkürzte auf 3:1. Mit dem Pausenpfiff führten die Jungwölfinnen bereits 6:1. Bei hohen Temperaturen in Melk änderte sich auch in Durchgang zwei nichts, der SKN blieb am Drücker und machte das Spiel, Melk kam mit dem letzten Angriff des Spiels sogar auf 11:3 heran. Mit Lara Felix, Vanessza Nagy und Laetitia Barabas bleiben in diesem Duell die Treffer allesamt den Neuzugängen vorbehalten. Auch die weiteren Jungwölfinnen wussten zu überzeugen. Letzter Gegner vor dem Saisonstart ist diese Woche Union Kleinmünchen, sechs Tage später muss in Runde eins die 1b des FC Südburgenland nach St. Pölten.

 

SC Melk - SKN St.Pölten II 3:11 (1:6)

Kader: Raidl, Taskin, Rea, Muck, Kowald, Praher, Wieser, Schafhauser J., Felix, Barabas, Nagy, Harauer, Schafhauser S.

 

Tore: Lara Felix (1., 14., 43., 63., 75.), Vanessza Nagy (12., 26., 32., 76., 84.), Laetitia Barabas (70.)