Vorschau ÖFB Ladies Cup Finale 2017

Der NÖSV Neulengbach mauserte sich in der laufenden Saison zur klaren zweiten Kraft im Schatten des SKN St. Pölten. Mit Abzug der Spiele gegen St. Pölten ist die Elf von Coach Richter nun schon seit einem Jahr ohne Niederlage und möchte auch am Samstag im Endspiel den Favoriten ärgern: "Im Cup zählen keine Tabellen. Wir werden dagegenhalten und wollen den SKN fordern. Im Pokal ist alles ist möglich!", so Trainer Thomas Richter.


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Im 43. Endspiel der Geschichte des ÖFB Ladies Cup treffen mit dem SKN St. Pölten und dem NÖSV Neulengbach die dominierenden Teams der Saison aufeinander.

Die finalen Stunden sind eingeläutet, Samstag treffen im Endspiel des ÖFB Ladies Cup mit dem SKN St. Pölten und den Frauen des NÖSV Neulengbach erneut die beiden dominierenden Mannschaften der letzten Jahre aufeinander. Spannend dürfte es auch heuer werden, sämtliche Finalspiele zwischen beiden Teams endeten jeweils mit nur einem Tor Unterschied. „Wir sind im Finale der Außenseiter, werden alles in die Waagschale werfen und unser Bestes geben. Als Underdog geht man weitaus befreiter ins Spiel. Im Cup zählen keine Tabellen. Wir werden uns mit Freude und  Einsatzbereitschaft dagegenstellen und wenn der Spielverlauf seines dazu beiträgt, ist immer alles möglich. Ich bin total stolz auf die Mannschaft. Wir haben ein tolles Team,  hoffentlich kann sich meine Mannschaft für diese tolle Saison belohnen.“, blickt Neulengbach-Coach Thomas Richter voraus. Schon im letzten Jahr hielt der ehemalige Serienmeister gut dagegen und brachte Jasmin Eder und Co. an den Rand einer Niederlage. In der Schlussphase jedoch machte Torjägerin Fanni Vágó den Sack zu und sicherte den Wölfinnen den Pokalsieg.

 

Neulengbach als zweite Kraft hinter St. Pölten

Dass im Wienerwald gut gearbeitet wird, zeigte sich an den zuletzt erbrachten Ergebnissen. Immerhin ist man, Spiele gegen den SKN ausgenommen, auf nationaler Ebene seit einem Jahr ungeschlagen. Den letzten Nuller setzte es in der vorletzten Runde der Vorsaison, damals gewannen die Frauen des SK Sturm in Neulengbach mit 3:2, sicherten Platz 2 in der Tabelle ab und fixierten die erstmalige Teilnahme an der UEFA Women´s Champions League. Im laufenden Spieljahr marschierte die Elf von Thomas Richter durch die Liga, verzeichnete lediglich drei Remis und bleib ohne Niederlage, SKN-Spiele erneut ausgenommen. Für das Endspiel in Melk gibt es noch drei Fragezeichen: Valentina Schwarzlmüller, Julia Hickelsberger und Sarah Wronski sind leicht angeschlagen. Ex-Wölfin Wronski gab jedoch Entwarnung: „Bis Samstag sollte alles wieder passen“, blickt die Neulengbacherin dem Endspiel positiv entgegen. Und die ehemalige Spanien-Legionärin hakt nach: „In den letzten Begegnungen hat man gesehen, dass wir eine Chance gegen den SKN haben. Der Druck zu gewinnen liegt bei St. Pölten."

 

Spiel auf Augenhöhe erwartet

Liese Brancao, Sportliche Leiterin des SKN, sprach bei der Abschlusspressekonferenz ebenso von einem engen Duell: „Die Chancen stehen 50:50. Nach dem Gewinn der Meisterschaft hat der Cup nun oberste Priorität. Ich sehe Neulengbach auf Augenhöhe, habe lange dort selbst gespielt und weiß über die Stärken meines Ex-Klubs Bescheid.“ Beide Teams hoffen auch auf die Unterstützung von der Tribüne. Thomas Formann, Obmann des SC Zwölferreisen Melk, setzte die gewünschte Marke auf 500 Besucher und hofft auf eine würdige Kulisse für das zweite Endspiel in Melk nach 2015.  „Unser Team ist gut für Samstag vorbereitet, wir sind für ein Fußballfest gerüstet.“, so Formann.

 

 

 

Vorschau ÖFB Ladies Cup Finale 2017

 

Samstag, 20. Mai 2017

ÖFB Ladies Cup – Finale

SKN St. Pölten Frauen - NÖSV Neulengbach

Spielort: Schuberth Stadion Melk, 3390 Melk

 

Der Weg ins Finale:

SKN St. Pölten Frauen (4x Cupsieger 2013, 2014, 2015, 2016)

 

1. Runde: ASK Eggendorf - SKN St.Pölten Frauen 0:6 (0:1)

Tore: Carina Mahr (36.), Rafaela De Miranda Travalao (63.), Jennifer Pöltl (66.), Claudia Wasser (72.), Laura Krumböck (79.), Nadine Prohaska (89.)

 

2. Runde: HSV Wals - SKN St.Pölten 0:10 (0:3)

Tore: Mateja Zver (1., 29.), Claudia Wasser (39., 46., 75.), Barbara Dunst (49.), Viktoria Pinther (51., 87.), Jennifer Pöltl (72.), Laura Krumböck (76.)

 

3. Runde: SKN St.Pölten - USC Landhaus 8:0 (4:0)

Tore: Mateja Zver (11., 58.), Laura Krumböck (16., 32.), Fanni Vago (43.), Evelin Kurz (82.), Gina Babicky (86.), Alexandra Biroova (89.)

 

Halbfinale: Union Kleinmünchen - SKN St.Pölten Frauen 0:5 (0:4)

Tore: Mateja Zver (12.), Fanni Vago (19.), Viktoria Pinther (39.), Jasmin Eder (41.), Gina Babicky (55.)

 

 

 

NÖSV Neulengbach (10x Cupsieger 2003 bis 2012, 5x Vize-Pokalsieger)

 

1. Runde: Horn SV - NÖSV Neulengbach 0:6 (0:2)

Tore: Katharina Aufhauser (14.), Sarah Wronski (21.), Valentina Schwarzlmüller (52.), Maria Gstöttner (54., 62., 82.)

 

2. Runde: NÖSV Neulengbach - SK Sturm Graz 4:1 (1:0)

Tore: Maria Gstöttner (14.), Sarah Wronski (50./Elfmeter), Valentina Schwarzlmüller (75.), Katharina Aufhauser (85.)

 

3. Runde: NÖSV Neulengbach - Carinthians Spittal 3:0 (1:0)

Tore: Katharina Aufhauser (18.), Hannah Kunschert (48./Elfmeter), Birgit Gumpenberger (87.)

 

Halbfinale: FFC Vorderland - NÖSV Neulengbach 1:4 (1:1)

Tore: Verena Müller (9./Elfmeter); Sarah Wronski (5./Elfmeter), Valentina Schwarzlmüller (46.), Julia Hickelsberger (86.), Nicole Sauer (88.)