Bereits nach 39 Minuten war der Finaleinzug fixiert

Keine Zitterpartie wurde das Linz-Gastspiel des SKN im Halbfinale des ÖFB Ladies Cup. Union Kleinmünchen ging topmotiviert in die Begegnung gegen den Titelverteidiger, musst jedoch nach 45 Minuten sämtliche Hoffnungen begraben. Am 20. Mai treffen die Wölfinnen in Melk auf Neulengbach, die sich in Vorarlberg mit 4:1 gegen Vorderland durchsetzten.


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Kapitänin Jasmin Eder und Mateja Zver bejubelten mit ihren Teamkolleginnen gegen Kleinmünchen einen 5:0-Erfolg und zogen souverän ins Endspiel ein. (Bild: Tom Seiss)
 

Trotz der frühen Führung im Herbst taten sich die St. Pöltnerinnen in Kleinmünchen schwer, daher wollte man auch diesmal ein schnelles Tor um die motivierten Linzerinnen aus ihrem Konzept zu bringen. Die erste Möglichkeit der Partie hatten allerdings die Gastgeberinnen durch Sarah Lackner, diese konnte jedoch Torfrau Krejc klären. Im Gegenzug starteten die Wölfinnen einen schnellen Konter über die rechte Seite. Alexandra Bíróová schlug einen hohen Ball in den Strafraum und Mateja Zver verwertete per Kopf zum 1:0 in Minute 12. Wenig später legte Fanni Vágó nach und sorgte für eine komfortable 2:0-Führung. (19.) Anschließend wurden die Titelverteidigerinnen zusehends stärker und drängten Kleinmünchen tief in die eigene Hälfte zurück. Der Abwehrriegel des Teams von Coach Reindl ließ in der Folge nur noch Weitschüsse der Gegnerinnen zu, allesamt jedoch über den Kasten von Torfrau Andrea Gurtner. Die beste Chance von Union Kleinmünchen vergab in der Schlussphase der ersten Hälfte Claudia Wenger. Sie startete nach einem Fehlpass von Gina Babicky in Richtung Tor, Jasmin Krejc vereitelte den Torjubel in letzter Sekunde mit dem rechten Fuß. Die letzten Minuten des ersten Durchgangs gehörten dann erneut den St. Pöltnerinnen, welche durch Tore von Viktoria Pinther und Jasmin Eder mit einer Vier-Tore-Führung in die Pause gingen.

 

Zweite 45 Minuten als Ouvertüre zum Finaleinzug

Ihre Gangart behielten die Wölfinnen auch in den zweiten 45 Minuten bei und wollten beim Gastspiel in Linz nichts mehr anbrennen lassen. Mit ihrem Kopf war Gina Babicky nach einer unglücklichen Eckball-Abwehr von Kleinmünchen zur Stelle und netzte zum 5:0-Endstand ein (55.). Kurz zuvor kam Jennifer Pöltl für Torschützin Viktoria Pinther neu in die Partie. Mit einem Doppelwechsel in Minute 68 war das Austauschkontingent beim SKN erschöpft. Mit dabei auch Lilla Sipos, die Ungarin ersetzte Julia Tabotta und feierte ihr Comeback im A-Team, nach ihrem Kreuzbandriss im Sommer. Just im Moments als der Regen stärker wurde, hatten die Gastgeberinnen ihre stärkste Phase, konnten daraus allerdings kein Kapital schlagen. Jasmin Krejc im Tor des SKN blieb am Ostermontag ohne Gegentreffer, so auch bei einem Schuss aus kurzer Distanz von U17-Teamspielerin Jana Scharnböck. Nach dem Schlusspfiff herrschte bei den Wölfinnen ausgelassene Stimmung, die Freude über den fünften Finaleinzug en Suite war der Elf von Spielertrainerin Fanni Vágó deutlich anzumerken.

 

Dort bekommen es die Tabellenführerinnen der ÖFB Frauen Bundesliga mit den Dauerrivalinnnen aus dem Wienerwald zu tun, der NÖSV Neulengbach bezwang in Vorarlberg Vorderland erst spät mit 4:1. Nach einem frühen Elfmetertor durch Ex-Wölfin Sarah Wronski konnte Verena Müller ausgleichen – ebenfalls durch einen Strafstoß. Kurz nach der Pause brachte Valentina Schwarzlmüller die ehemaligen Serienmeisterinnen erneut in Front, in den Schlussminuten markierten Julia Hickelsberger und Nicole Sauer dem NÖSV den Finaleinzug. Das Endspiel findet am 20. Mai in Melk statt.

 

ÖFB Ladies Cup - Semifinale

Union Kleinmünchen - SKN St.Pölten Frauen 0:5 (0:4)

Aufstellung: Jasmin Krejc, Gina Babicky, Fanni Vago, Nadine Prohaska, Viktoria Pinther (55.Min. Jennifer Pöltl), Alexandra Biroova, Julia Tabotta (68.Min. Evelin Kurz), Mateja Zver, Adina Hamidovic, Jasmin Eder, Laura Krumböck (68.Min. Lilla Sipos)

 

Tore: Mateja Zver (12.), Fanni Vago (19.), Viktoria Pinther (39.), Jasmin Eder (41.), Gina Babicky (55.)