Nichts zu holen für die U17 in den Niederlanden

Drei bittere Niederlagen sorgten für das frühe Aus Österreichs in der Eliterunde. Die Chancenauswertung war während des gesamten Turniers der Knackpunkt. „Die Ergebnisse spiegeln nicht unsere Leistung wieder“, analysiert Teamchef Hackl die Eliterunde.


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Hatte bei der Eliterunde alle Hände voll zu tun: SKN-Schlussfrau Vanessa Kuttner (Bild: Wolfgang Wallner)

Nichts zu holen gab es für Österreichs U17-Nationalteam bei der Eliterunde in den Niederlanden. Schon der Auftakt gegen die Schweiz lief zwar ausgeglichen, Evelin Kurz und ihre Teamkolleginnen hatten jedoch kein Glück im Abschluss. Nach einer knappen halben Stunde jubelten die Schweizerinnen erstmals, Ilona Guede Redondo sorgte für die Führung. Einen Konter vollendete Noa Schärz, die mit dem 2:0 alles klar machte. „Die Schweizerinnen waren extrem gut organisiert und sind hinten sehr gut gestanden“, so die Analyse von Teamchef Markus Hackl.

 

Auch im vorentscheidenden zweiten Spiel gegen Slowenien gelang der Elf aus der Alpenrepublik kein voller Erfolg. Rot-Weiß-Rot war das bessere Team und hatte mehr Spielanteile, Nika Pintarič bezwang in der Schlussphase Vanessa Kuttner und versetzte mit ihrem Treffer Österreich den Ko-Schlag. Nach der zweiten Niederlage war somit auch die theoretische Chance auf die EM dahin.

 

Erfolgserlebnis bleibt auch im abschließenden Gruppenspiel aus

So sollte es im abschließenden Spiel der Eliterunde gegen Gastgeber Niederlande zum letzten Aufbäumen der ÖFB-Elf kommen. Auch diesmal zeigten sich beide Teams ausgeglichen, Romée Leuchter ließ beim Strafstoß Schlussfrau Kuttner allerdings keine Chance – 0:1. Wenig später glich Sturm-Spielerin Celina Degen aus, Williënne Ter Beek versetzte mit der erneuten Führung noch vor der Pause dem ÖFB einen weiteren Nackenschlag. So beendeten die Österreicherinnen die Eliterunde ohne Zähler auf Platz 4 in ihrer Gruppe. „Rückblickend kann man sagen, dass wir gegen die Schweiz auf Augenhöhe und gegen Slowenien die bessere Mannschaft waren. Die mangelnde Chancenauswertung war ausschlaggebend. Die Ergebnisse spiegeln allerdings nicht unsere Leistung wieder“, so U17-Teamchef Markus Hackl nach dem Turnier.

 

Die SKN-Akteurinnen sammelten bei der Eliterunde kräftig Einsatzminuten. Vanessa Kuttner war in allen drei Spielen ein sicherer Rückhalt, Evelin Kurz ging gegen die Schweizerinnen über die volle Distanz. Die Waldviertlerin bekam auch in den beiden anderen Partien das Vertrauen von Teamchef Hackl, ein Torferfolg blieb ihr allerdings verwehrt. Bei ihrem Comeback im Nationalteam war auch Melanie Brunnthaler in allen Spielen mit von der Partie und war in allen Begegnungen mehr als eine Hälfte im Einsatz.