Titelverteidigerinnen beenden Zypern Cup auf Platz 8

Im Elfmeterschießen verlor das A-Team ihr Platzierungsspiel gegen Belgien und belegt schlussendlich Platz acht beim Zypern Cup 2017. Die Ungarinnen landen dahinter auf Position 10. Während die Sloweninnen sich mit 1:3 gegen Kroatien geschlagen geben mussten, sicherte sich die Slowakei den Finalsieg in Poreč.


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Erst im Penaltyschießen musste sich das österreichische Frauen-Nationalteam gegen Belgien geschlagen geben. (Bild: MUELI-SPORT/muelisport.magix.net)

Bei sommerlichen Temperaturen ging es für das österreichische Frauen-Nationalteam Mittwochnachmittag ins abschließende Spiel des diesjährigen Zypern Cup. Gegner im Spiel um Platz 8 war Belgien, das in der FIFA-Weltrangliste einen Rang hinter den Österreicherinnen, auf Position 25, liegt. Das ÖFB-Team übernahm sofort die Kontrolle über das Spiel und ging in der Anfangsviertelstunde beinahe durch Nina Burger in Führung, Torhüterin Nicky Evrard vereitelte allerdings in letzter Sekunde. Die rot-weiß-rote Abwehr ließ in Hälfte eins kaum etwas zu, Manuela Zinsberger musste in den ersten 45 Minuten nur einmal eingreifen.

 

Auch die erste Phase der zweiten Hälfte gehörte den Titelverteidigerinnen, die Tore blieben jedoch noch dem Gegner vorbehalten. Wolfsburg-Legionärin Tessa Wullaert drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie – 0:1. Die vom Teamchef oft gepredigte Geduld in Sachen Torerfolg zahlte sich auch diesmal wieder aus, zwölf Minuten vor dem Ende versenkte Verena Aschauer ein Zuspiel von Nicole Billa im langen Eck und holte mit dem Ausgleichstreffer ihr Team zurück ins Spiel. Ohne weiteren Torjubel in der Schlussphase mussten beide Mannschaften ins Elfmeterschießen, das über den Sieger entscheiden sollte. Manuela Zinsberger konnte sich zweimal auszeichnen, gegen die Niederlage war allerdings auch sie machtlos. Schlussendlich setzen sich die Belgierinnen durch und schnappten dem Frauen-Nationalteam Österreichs Platz 7 vor der Nase weg.

 

Neben Jasmin Eder und Nadine Prohaska stand auch Marina Georgieva in der Startelf und feierte ihr Teamdebüt. Viktoria Pinther ersetzte nach 58 Minuten SKN-Teamkollegin Prohaska. Isabella Kresche saß in allen vier Spielen auf der Bank, sammelte bei ihrer ersten Einberufung allerdings viel Erfahrung. Dominik Thalhammer sah im diesjährigen Abschneiden noch einiges an Verbesserungspotenzial seines Teams, hob jedoch auch die positiven Seiten des Turniers hervor: "Die Spiele gegen WM-, Olympia- und EM-Teilnehmer haben uns gezeigt, in welchen Bereichen noch Verbesserungspotenzial besteht. Anderseits haben wir gesehen, dass wir jede Topmannschaft schlagen können", so der Teamchef. Als nächster Gegner wartet im April das englische Team, dies wurde am Rande des Zypern Cups bekanntgegeben. Ebenso vermeldete der ÖFB, dass man mit Wettanbieter Admiral erstmals einen eigenen Sponsor für das Frauen-Nationalteam an Land zog.

 

Belgien - Österreich 4:3 n.E. (1:1, 0:0)

Aufstellung Österreich: Zinsberger; Naschenweng, Wenninger (62. Schiechtl), Georgieva (46. Kirchberger), Maierhofer; Dunst (82. Enzinger), Puntigam, Eder (46. Zadrazil); Aschauer, Burger © (46. Billa), Prohaska (58. Pinther)

 

Tore: Aschauer (78.); Wullaert (63.)

Gelb-Rot: Maierhofer (90.)

 

 

Slowakei holt sich Turniersieg in Umag

Eine erneute Niederlage mussten die Ungarinnen auf Zypern im Platzierungsspiel gegen Neuseeland hinnehmen. SKN-Spielertrainerin Fanni Vágó blieb abermals ohne Treffer, doch auch sie konnte die 1:3-Niederlage nicht verhindern. Am Ende beendeten die Ungarinnen das Turnier auf Platz 10, die Schweizerinnen holten sich im Finale mit einem 1:0 gegen Südkorea den Gesamtsieg in Zypern. Den Siegtreffer erzielte Kapitänin Lara Dickenmann

Erfreuliche Nachrichten gab es auch aus Poreč, wo sich das slowakische Frauen-Nationalteam den Siegerpokal sicherte. Im Finale bezwang die Elf von Zsolt Pakusza Bosnien mit 2:0, Alexandra Bíróová stand dabei in der Startelf. Mateja Zver und ihre Sloweninnen zogen im Spiel um Platz 5 gegen Gastgeber Kroatien den Kürzeren und verloren ihre abschließende Partie mit 1:3. Neben der SKN-Akteurin stand auch Ex-Wölfin Eva Vamberger in der Startformation. Beinahe hätte Mateja Zver den Pokal für die Torschützenkönigin abgeräumt, am Ende fehlte nur ein Treffer auf Simone Magill, der Siegerin in dieser Wertung.

 

 

U17 verliert Auftaktpartie gegen Island mit 0:2

In St. Veit an der Glan absolvierte Österreichs U17-Auswahl Dienstag ihr erstes von zwei Vorbereitungsspielen gegen Island. Der ÖFB hielt phasenweise gut mit, Tore sollten der Elf von Markus Hackl allerdings keine gelingen. Mit Evelin Kurz, Vanessa Kuttner und Melanie Brunnthaler kamen  alle nominierten Jungwölfinnen des SKN zum Einsatz, Brunnthaler ersetzte in der Schlussphase Marie Höbinger. Donnerstag steht Partie zwei auf dem Programm, Spielbeginn in St. Veit an der Glan ist um 11 Uhr.