Österreicherinnen gingen erst in Schlussphase KO

Lange sah es gut auf für die ÖFB-Elf, in der Schlussviertelstunde hatten die Schottinnen jedoch das bessere Händchen und gewannen das abschließende Gruppenspiel mit 3:1. Damit bleibt den Titelverteidigerinnen der erneute Finaleinzug verwehrt. Diesen feierte SKN-Abwehrchefin Alexandra Bíróová beim Istrien Cup mit dem slowakischen Nationalteam. Fanni Vágó und Mateja Zver kämpfen Mittwoch, ebenso wie Österreich, um im Platzierungsspiel um einen Position außerhalb der Top 3.


Nicole Billa Wales.jpg-SKN St. Pölten Frauen

Nicole Billa (Mitte) glich zwar nach etwas mehr als einer Stunde aus, mehr war aber für die ÖFB-Elf gegen Schottland nicht drin. (Bild: Wolfgang Wallner)

Mit einem Sieg wäre das ÖFB-Frauen Nationalteam im Endspiel gestanden, am Ende zog man gegen die effizienten Schottinnen allerdings den Kürzeren. Dabei begann alles vielversprechend: Schon nach wenigen Minuten fand Nina Burger eine Doppelchance vor, scheiterte jedoch in beiden Fällen an Torfrau Gemma Fay, gleichzeitig auch Kapitänin des Teams von der Insel. Diese hielten in der ersten Hälfte kräftig dagegen und vergaben ihre beste Möglichkeit in der Anfangsviertelstunde durch Joelle Murray. Vor der Pause hielt zweimal Torhüterin Fay ihr Team im Spiel, die Schlussfrau von Glasgow City verbuchte in den Situationen gegen die Ex-Wölfinnen Nicole Billa und Barbara Dunst jedoch das bessere Ende für sich.

 

Nach einer knappen Stunde bezwang Jane Ross erstmals Manuela Zinsberger, Hoffenheim-Legionärin Nicole Billa umspielte wenig später Torfrau Fay und erzielte den Ausgleich. Die Österreicherinnen warfen nun alles nach vorne, dies ermöglichte gefährliche Konter der Schottinnen. Das Team von Teamchef Dominik Thalhammer ging allerdings erst in der Schlussphase KO, Lisa Evans war an beiden Treffern maßgeblich beteiligt. Zuerst bereitete die Bayern-Legionärin noch mustergültig für Leanne Ross das 2:1 vor, in den Schlussminuten machte sie es dann selbst und bezwang Teamkollegin Manuela Zinsberger zum endgültigen Sieg. Vom SKN St. Pölten stand nur Nadine Prohaska in der Startelf des ÖFB-Teams, sie musste nach einer Stunde ihren Platz für Jasmin Eder räumen. Stürmerin Viki Pinther ersetzte in der Schlussphase Nicole Billa, Torfrau Isabella Kresche verfolgte das Spiel als Backup über 90 Minuten von der Bank aus.

 

Statt einem EM-Test gegen die Schweiz wartet nun am Mittwoch das Duell mit Belgien um Platz 7. Ein guter Vergleich mit den Nachbarinnen in der FIFA Weltrangliste. Österreich liegt in der aktuellen Wertung auf Rang 24, die Belgierinnen nur einen Platz dahinter. Teamchef Dominik Thalhammer war nach dem Spiel gegen Schottland etwas geknickt: „Wir waren bis zum Ausgleich ebenbürtig, danach leider zu unachtsam und sind in zwei Konter gelaufen. Das darf uns nicht passieren, daran müssen wir arbeiten", so der Oberösterreicher, dessen Fokus nun auf das Spiel gegen Belgien gerichtet ist.

 

Österreich - Schottland 1:3 (0:0)

Aufstellung Österreich: Zinsberger; Wenninger, Kirchberger, Schiechtl; Aschauer (76. Makas), Dunst, Zadrazil, Puntigam (53. Naschenweng), Prohaska (60. Eder); Billa (80. Pinther), Burger(c)

 

Tore: Nicole Billa (65.); Jane Ross (58.), Leanne Ross (78.), Lisa Evans (90.)

 

 

Alexandra Bíróová mit dem slowakischen Team im Istrien Cup-Finale

Einen versöhnlichen Abschluss der Gruppenphase gab es für das ungarische Nationalteam in Zypern. Fanni Vágó blieb zwar erneut ohne Torerfolg, ihre Teamkolleginnen Loretta Németh und Dóra Zeller netzten beim 2:1-Sieg über die Tschechinnen und bescherten Teamchefin Edina Markó noch das Spiel um Platz 9 gegen Neuseeland.

Ein knappes 1:0 über Taiwan reichte den Slowakinnen mit Alexandra Bíróová zum Einzug ins Endspiel des Istrien Cups. Ex-Neulengbacherin Lucia Haršányová erzielte nach einer halben Stunde das Goldtor zugunsten unserer östlichen Nachbarn. Dabei profitierte man auch vom kuriosen 4:4 der Sloweninnen gegen Nordirland. Zur Pause führte die Elf von Kapitänin Mateja Zver bereits mit 3:1, in Hälfte zwei kämpften sich die Nordirinnen nochmals zurück und entrissen Teamchef Rob Damir noch den sicher geglaubten Sieg. Slowenien muss nun am Mittwoch gegen Gastgeber Kroatien im Spiel um Platz 5 ran, die Slowakinnen bestreiten ab 15 Uhr das Endspiel gegen Bosnien.